Die Redaktion von HALALI präsentiert Ihnen monatlich einen Auszug interessanter Fernsehberichte zum Thema Jagd, Natur und Lebensart.
Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.
Zeitraum: 01.05.-31.05.2013
Samstag, 4. Mai, Das Erste (ARD), 14.00 Uhr
Exclusiv im Ersten: Schwein von rechts!
Wildunfälle - die unterschätze Gefahr
Das Schwein kam von rechts. Unfall mit Wildschwein auf der L 218. Keiler gegen Opel - beide KO.
Bildrechte: SWR/Lutz Wetzel
Wann immer sich Klaus Dietrich und Michael Karbach über den Weg laufen, hat es gerade gekracht: Wildunfall. Gerade in der dunklen Jahreszeit vergeht kein Abend ohne Kollision mit Keiler. Der Polizist Dietrich muss sich um verletzte und traumatisierte Autofahrer kümmern, dem Jagdaufseher Karbach bleibt nichts übrig, als getötete Wildschweine und Hirsche zu entsorgen.
Die beiden haben viel zu tun, sie arbeiten im Hunsrück, einem wald- und wildreichen Gebiet und damit einem besonders gefährdeten Revier. Bundesweit entstanden im vergangenen Jahr durch Wildunfälle Sachschäden von einer halben Milliarde Euro. Lutz G. Wetzel zeigt in seinem Film Polizisten und Jagdexperten in einem endlosen Kampf: Viele Autofahrer lassen sich durch Warnschilder nicht bremsen, schimpfen stattdessen auf die Jäger, die - so die landläufige Meinung - einfach mehr abschießen müssten. Wissenschaftler erforschen die Laufwege der Rehe, Forstleute legen Futterplätze abseits der Straßen an, die Polizei versucht es mit neuartigen Reflektoren, die Wild abschrecken sollen. Doch kaum sind die montiert, kommt der nächste Notruf: schon wieder ein Totalschaden mit kapitalem Hirsch.
Mittwoch, 8. Mai, BR alpha, 13.45 Uhr
Tiere und Pflanzen
Leben in der Rotte – Wildschweine
Wildschweine sind scheu, vorsichtig und intelligent genug, um dort, wo sie bejagt werden, nur nachts auf Nahrungssuche zu gehen. Der Film zeigt ihre typischen Verhaltensweisen, die Fortpflanzung und Aufzucht der Jungen, die Nahrungssuche und das Zusammenleben in der Rotte. Wdh. der Sendung am Freitag, 10. Mai, um 8.15 Uh
Montag, 13. Mai, arte, 19.30 Uhr
Korsika, wilde Schönheit
Zahlreiche Wanderer erkunden die korsische Bergwelt auf dem berühmten Fernwanderweg GR 20. Manche versuchen sich im Bergsteigen. Derweil gehen die Einheimischen entlang des GR 20 in der Macchia und in den Bergen lieber auf die Jagd nach dem legendären korsischen Schwarzwild, dem Wildschwein.
Mittwoch, 15. Mai, National Geographic WILD, 23.35 Uhr
Gefährliche Begegnungen
Wildschweine auf dem Vormarsch
Der NATIONAL GEOGRAPHIC-Biologe Dr. Brady Barr hat auf seinen Expeditionen bereits die Lebensweisen zahlloser gefährlicher Tiere dokumentiert. Diesmal widmet er sich der Gattung Schwein - denn auch die scheinbar harmlosen Paarhufer können höchst bedrohliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Im Besonderen setzt sich Brady Barr mit dem so genannten "Feral Hog" auseinander. Dabei handelt es sich um verwilderte Hausschweine, die in vielen Gebieten Nord- und Südamerikas sowie in Australien und Neuseeland heimisch geworden sind. Die Allesfresser haben sich in den letzten Jahren derartig stark vermehrt, dass sie mittlerweile zu einer echten Bedrohung für viele ursprünglich heimische Tiere und Pflanzen geworden sind.
Bei seinen Untersuchungen geht es Dr. Barr darum, endlich eine wirksame Methode zu finden, um den Vormarsch der wilden Schweine zu stoppen. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn Feral Hogs sind äußerst anpassungsfähig, sehr intelligent und ungemein wehrhaft.
Samstag, 18. Mai, WDR Fernsehen, 11.55 Uhr
Das Weserbergland - Sagenhaftes Niedersachsen
Wilde Ponys streifen durch lichte Wälder, Eisvögel tauchen in glasklaren Bächen nach Fischen und Fuchskinder spielen ungestört vor ihrem Bau am Rand eines Wiesentals: Das Weserbergland gehört zu den schönsten Naturregionen Norddeutschlands. Kaum jemand kennt diesen Landstrich so wie Jürgen Borris. Der Naturfotograf lebt seit Jahren im Weserbergland, seinem liebsten Fotomotiv. Für diese Naturdokumentation geht er auf Entdeckungsreise ins wilde Herz Niedersachsens.
Eine besondere Verbindung hat der Naturfotograf zu einer Rotte Wildschweinen. Die wehrhaften Tiere haben sich inzwischen so sehr an ihren regelmäßigen Besucher gewöhnt, dass Borris die Bachen und ihre Frischlinge aus geringer Entfernung fotografieren kann. Nicht einmal die mächtigen Keiler scheinen sich noch an seiner Gegenwart zu stören – unbeeindruckt beginnen sie im Herbst heftige Kämpfe um die Gunst der Weibchen.
Sonntag, 19. Mai, ZDF kultur, 18.45 Uhr
Charlotte Roche unter Jägern
An einem sonnigen Wintertag trifft Charlotte Roche auf Revieroberjäger Christoph Hildebrandt und seine Hündin Asja. Vom Hochsitz aus blicken sie in der Dämmerung des ausklingenden Tages auf das Gehölz bei Osthofen in Rheinhessen und hoffen auf Wildschweine.
"Sie machen beruflich nichts als schießen?", fragt Charlotte Roche und wird eines Besseren belehrt. Gemeinsam mit Christoph Hildebrandt besichtigt sie eine Wiese, die von Wildschweinen "umgedreht" wurde, die "Rotte" hat die Wiese auf ihren Pfaden zertrampelt. Auf Beschwerde des Landwirts muss der Jäger dafür sorgen, dass der Schaden behoben wird: Er ist verantwortlich für seine Wildschweine.
Charlotte Roche und Christoph Hildebrandt steigen im Morgengrauen des nächsten Tages wieder auf den Hochsitz und beobachten in der klirrenden Kälte das Wild, verteilen Rüben und veranstalten eine "Volkszählung" der Feldhasen für den Artenschutz. Sie errichten eine Schutzhütte für Rebhühner und kontrollieren Fuchsfallen.
In der Wildkammer treffen sie auf Kollegen, die Jagdglück hatten. Beim Ausweiden der Tiere zeigt Charlotte Roche, dass sie nicht zimperlich ist. Sie schaut zu, wie ein Reh "aus der Decke geschlagen" wird - ihm wird im wahrsten Sinne des Wortes das Fell über die Ohren gezogen. Auch das Entfernen der Innereien schreckt sie nicht.
"Jagen ist nichts anderes als Nutzen der freilebenden Ressourcen", erklärt Christoph Hildebrandt. "Was macht denn der Bauer mit seinen Schweinen? Er zieht auf, füttert und schlachtet - genau wie wir." Nur, dass die Wildschweine in Christoph Hildebrandts Revier vorher viel Freiheit genießen.
Dienstag, 21. Mai, WDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Abenteuer Erde: Waschbären - Einwanderer aus Wildwest
Mittwoch, 17. April, NDR Fernsehen, 20.15 Uhr
Das Weserbergland – Sagenhaftes Niedersachsen
In die Falle gegangen: Waschbär erwacht in der Aufwachbox
Bildrechte: WDR/Light & Shadow/Christian Baumeister
Einst hat man Waschbären nach Deutschland geholt, weil man sie brauchte. Heute wäre so mancher die Tiere gerne wieder los. Schauergeschichten kursieren. Was an ihnen wirklich dran ist, zeigt der Film "Waschbären - Einwanderer aus Wildwest".
Angeblich fressen sie alles und jeden. Ein Stück weit stimmt das auch. Waschbären sind Allesfresser. Dennoch gehören die meisten Geschichten über ihre Fressgier ins Reich der Legenden. So zum Beispiel die Anekdote eines Jägers, der gesehen haben wollte, wie sich ein Rudel Waschbären auf ein Reh stürzte, um es zu erlegen. Die Wissenschaft hat das Jägerlatein längst widerlegt. Doch die Gerüchte halten sich hartnäckig.
Etwa eine halbe Million Waschbären leben heute in Deutschland. Selbst in Großstädten wie Kassel treiben sie ihr Unwesen. Angefangen hat alles mit Pelztierfarmen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Weil die Qualität der Felle aus Gefangenschaft deutlich schlechter war, als die von Tieren in freier Wildbahn, beschloss man, zwei trächtige Pärchen auszuwildern.
Die Waschbären fanden ideale Bedingungen vor und vermehrten sich fleißig. Erst recht, als kaum noch einer auf sie schoss, weil niemand mehr an Waschbärpelzen interessiert war. Plötzlich machten sich die Jäger Sorgen um all die anderen Tiere, die der Waschbär nun mutmaßlich auffraß. Stimmen wurden laut, die forderten, den Waschbär in Deutschland auszurotten. Sie sind bis heute nicht verstummt.
Umfangreiche Untersuchungen darüber, welchen Einfluss Waschbären auf die heimische Tierwelt haben, ließen lange auf sich warten. Die Biologen Frank Uwe Michler und Berit Köhnemann begannen ab 2006 Licht in das Dunkel zu bringen, mit überraschenden und größtenteils beruhigenden Ergebnissen.
Die Doku-Fiktion "Waschbären - Einwanderer aus Wildwest" zeigt die Geschichte der Waschbären in Deutschland, Ausschnitte aus ihrem Leben in Wäldern und Städten und die Arbeit der Wissenschaftler.
Verraten sei nur so viel: Sie auszurotten ist so gut wie unmöglich. Deutschland muss sich damit abfinden. Waschbären sind gekommen, um zu bleiben.
Freitag, 24. Mai, ORF III (Österreich), 17.55 Uhr
NaturReich
Der Alpensteinbock kehrt zurück
Kaum ein Wildtier des Hochgebirges hat in Sage, Aberglaube, Volksmedizin und Brauchtum über Jahrhunderte eine so große Rolle gespielt wie der Alpensteinbock. Seine Kraft, Anmut und das mächtige Gehörn hatten es den Menschen angetan, so dass der Steinbock fast im gesamten Alpenraum durch Wilderei ausgerottet war.
Die Letzten ihrer Art überlebten am Fuße eines der größten Berge Europas - dem Gran Paradiso im Grenzgebiet zwischen Aosta und Piemont. Vom Savoyenkönig Vittorio Emanuele II. 1856 unter Schutz gestellt, konnte sich diese Steinbockpopulation erholen. Sehr zum Neid der angrenzenden Länder gab der König nicht ein einziges Tier ab, die Steinböcke sollten nur seinem persönlichen Jagdvergnügen dienen. Trotzdem gibt es heute auch in den Ostalpen wieder Steinwild: Am Fuße des Großglockners bekommen die Steingeißen jedes Jahr Nachwuchs. Aber wie kam der Alpensteinbock dorthin?
(Wdh. im Nachtprogramm, ORFIII)
Der Naturfotograf Jürgen Borris lebt seit Jahren im Weserbergland, seinem liebsten Fotomotiv. Für diese Naturdokumentation geht er auf Entdeckungsreise ins wilde Herz Niedersachsens. Eine besondere Verbindung hat der Naturfotograf zu einer Rotte Wildschweinen. Die wehrhaften Tiere haben sich inzwischen so sehr an ihren regelmäßigen Besucher gewöhnt, dass Borris die Bachen und ihre Frischlinge aus geringer Entfernung fotografieren kann. Nicht einmal die mächtigen Keiler scheinen sich noch an seiner Gegenwart zu stören – unbeeindruckt beginnen sie im Herbst heftige Kämpfe um die Gunst der Weibchen.
Samstag, 25. Mai, rbb fernsehen, 11.25 Uhr
DAS! Wunschmenü mit Rainer Sass
Lüneburger Wildpastete
Fachlicher Rat in der Küche wird dieses Mal in einer Dachwohnung der Lüneburger Altstadt gewünscht. Christoph Rosin ist Hobbyjäger und möchte aus seinem Wildvorrat etwas ganz Besonderes zubereiten. Rainers Tipp: Wildpastete im Blätterteigmantel. Dafür hat der mobile Koch nicht nur ein raffiniertes Rezept, sondern auch einen Fleischwolf mitgebracht. Aus Rehfilet und Wildschweinrücken wird zunächst in der Küche des 34-jährigen Elektrikers eine Farce hergestellt, die dann mit Nüssen, Speck, Pilzen, Wacholderbeeren und Cognac verfeinert wird. Die Zubereitung ist nicht ganz einfach, doch der Aufwand lohnt sich: Die Pastete ist eine Delikatesse und im Blätterteigmantel auch ein besonders appetitlicher Anblick.
Sonntag, 26. Mai, Bayerisches Fernsehen, 17.00 Uhr
Schuhbecks – Meine bayerische Landküche
Landküche, vor allem die bayerische, hat nicht nur mit Ernte und Aufzucht zu tun, sondern auch mit der Jagd. Deshalb stehen diesmal Köstlichkeiten aus dem Wald auf Alfons Schuhbecks Speisekarte: Zuerst ein paar Rehschnitzel, dann Gewürze und Kräuter von Feld, Wald und Wiesen, mit denen der Münchner Meisterkoch einen Gewürz-Eierlikör selbst macht.


